Das erste Mal auf dieser Seite
Freundlicherweise hat mich Stefan Peters eingeladen, auf seiner Seite mitzuwirken. Nun – diese Einladung nehme ich gerne an.
Vor mittlerweile sieben Jahren hatte ich meinen eigenen Blog. Habe viel und auch manchmal wirres Zeugs geschrieben. Aber es hat mir Freude gemacht. Und nicht nur mir. Da waren einige da, die mitgelesen haben. Und das hat erst so wirklich Freude bereitet.
Schau ma mal, wie es nun werden wird.
Jedenfalls Danke an Stefan für die Einladung!
Wissensarbeitszeit
Wann arbeitet ein Angehöriger der Wissensarbeiterklasse eigentlich, und wann nicht? Wenn Privat das neue Dienstlich ist.
„Ich bin Wissensarbeiter und habe ein Problem.“ „Hallo Wissensarbeiter“, schallt es im Chor aus der Runde.
Halt. Soweit sind wir noch nicht. Also zurück an den Start. „Wissensarbeitszeit“ weiterlesen
Politik der kleinen Gefühle
Die neue Bundesregierung und mit ihr das Parlament haben jetzt die Chance, sich nach langen Jahren erstmals wieder auf Neuland zu wagen – auf das der Sachpolitik.
Ja, ich weiß: das klingt subversiv. Weil es die Frage aufwirft, welche Art von Politik denn stattdessen während der vergangenen Legislaturperioden betrieben wurde. Ich nenne es Gefühlspolitik, und zwar von allen Seiten. Wenn von ÖVP und FPÖ das Gefühl der Angst vor dem Fremden, und also den Fremden, als Handlungsgrundlage für fremdenfeindliche Politik benützt wurde; wenn von der SPÖ das Gefühl der Empörung über ebenjene Fremdenfeindlichkeit und die Angst vor dem eigenen Machtverlust als Handlungsgrundlage eigener Klientelpolitik benutzt wurde; wenn die Grünen die Angst vor dem ökologischen Kollaps und die Neos die Angst vor dem Untergang der Mittelklasse als politisches Programm installierten, hat die Sachpolitik verloren. „Politik der kleinen Gefühle“ weiterlesen
Arbeit neu denken
Unlängst sagte mir ein Mann, Angehöriger meiner Generation, er halte das Bedingungslose Grundeinkommen für eine linke Idee. Nicht, dass er dagegen sei. Aber, eben links. Was mich an dieser Aussage störte, war die Verknüpfung von links und aber.
Abgesehen davon, dass ich die politischen Zuordnungen in links und rechts für nicht mehr zeitgemäß halte, jedenfalls nicht, wenn es darum geht, sich individuell generalzupositionieren, halte ich den Gedanken, das BGE einer weltanschaulichen Richtung zuzuschreiben, für unbrauchbar, um mögliche Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen.
Denn: It’s the economy, stupid! „Arbeit neu denken“ weiterlesen
Transatlantische Nebelgranaten
Viel ist dieser Tage über das Freihandelsabkommen mit Kanada, CETA, zu hören. Der österreichische Kanzler ist dagegen bzw. dafür, es zu unterschreiben. 27 Mitglieder der EU sagen letztendlich ja, Belgien sagt nein. Weil die Wallonen. Wollen nicht. Das Werkl steht, die kanadische Handelsministerin weint vor der Kamera. Es wäre so schön gewesen, wenn.
Feuerwehrmänner und Brandstifter
„Bei Suchtmitteldelikten werden neunundneunzig Prozent von Nichtösterreichern begangen.“
Wer das über die heimische Drogendelinquenz sagt, ist nicht irgendwer, sondern Wolfgang Sobotka. Und er sagt das nicht als Privatmann in trauter Runde an einem Niederösterreichischen Stammtisch, sondern als Innenminister, als Regierungsmitglied.
Die Zahl hat nur einen Schönheitsfehler. Sie stimmt nicht. „Feuerwehrmänner und Brandstifter“ weiterlesen
Unentschieden
„Na gut. Sagen wir unentschieden“ Monty Python, Die Ritter der Kokosnuss
Der Ausgang der Bundespräsidentenwahl könnte in Zahlen nicht undeutlicher sein. In der Sache lässt er an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Wir haben ein fundamentales Problem in Österreich. Ein Bildungsproblem. Und damit ein Chancen- und Verteilungsproblem. „Unentschieden“ weiterlesen
Volksgruppenvertreter
Eigentümliches geschieht im Lande. Eine Präsidentschaftswahl steht an. Was an sich nicht sonderlich bemerkenswert wäre. Immerhin hatte der Urnengang, wenn es um den Bundespräsidenten ging, in den Jahrzehnten nach Waldheim das Spannungspotenzial eines Ländermatches Österreich gegen Andorra. Wählen, ein neues Gesicht abnicken. Das in der Folge nicht weiter auffiel. Nicht in der Realverfassung, nicht in der Tagespolitik. Ein freundlicher Grüßaugust.
Und jetzt? „Volksgruppenvertreter“ weiterlesen
Die Wirtschaft
3.2.2013
Die Wirtschaft. Das ist eine Ansage, hier bei uns. In Österreich, also. Eine Kampfansage, ein Nudelsieb, das die Guten durchlässt mit einem Passierschein von der Zentralen Kompetenzvergabestelle. Und die Anderen mit einem herzhaften „It’s the economy, stupid!“ wegweist von den Fleischtöpfen von Ansehen, Macht und Kontostand, denen sie irrig entgegen strebten.
Der oder die kommt aus der Wirtschaft – ehrfürchtig vorgebrachtes Mantra, das Oben von Unten, Leistungsträger von Leistungsbezieher scheidet und Generalabsolution für noch den bizarrsten Jahresbonus ist. „Die Wirtschaft“ weiterlesen

