Mir reicht’s! Mit Suffizienz zu einem langen leichten Leben.
Wie viel ist genug, wie viel zu viel? Und wie viel weniger ist mehr? Wie weit wächst ein Baum in den Himmel, bevor er umfällt, und wie viel Gepäck brauchen wir für unsere Lebensreise? Fragen über Fragen. Hier ist ein Blog, in dem sich alles um Minimalismus und persönliche Nachhaltigkeit dreht. Um das kunstvolle Abwerfen von Ballast. Für ein langes leichtes Leben.
„Mir reicht’s! Mit Suffizienz zu einem langen leichten Leben.“ weiterlesenDer diskrete Charme der Vorstadt. Eine Erkundung.
„Zweite Kassa, bitte!“ „Es gibt kaa zweite Kassa. Und es wird sicher kaa zweite Kassa gebn. I arbeit do, sehns eh, wir’ I ned aa no kassiern.“ Lidl Breitensee. Servicezone.
Wir sind in der Vorstadt. Dort, wo Wien ins Halbländliche ausfranst, wo im Sommer zwischen Katzenkopfpflaster der Löwenzahn wächst und hinter Bretterzäunen die letzten Gstettnbiotope mit Bauträgergesellschaften Versteckerl spielen. „Der diskrete Charme der Vorstadt. Eine Erkundung.“ weiterlesen
Die Untergeher
Die SPÖ, am Rande der Bedeutungslosigkeit, spricht von einem notwendigen Neustart. Wie es aussieht, bleibt es dabei. Nämlich beim Sprechen. Ein Lokalaugenschein.
Gestern war ich bei einer sozialdemokratischen Diskussionsrunde. Am Podium eine junge Mitmach-Aktivistin, ein mittelalter Ex-Bundesgeschäftsführer und ein alter sogenannter Querdenker. Es ging um die Frage, wie eine allfällige Erneuerung der SPÖ aussehen könnte oder müsste. „Die Untergeher“ weiterlesen
Wissensarbeitszeit
Wann arbeitet ein Angehöriger der Wissensarbeiterklasse eigentlich, und wann nicht? Wenn Privat das neue Dienstlich ist.
„Ich bin Wissensarbeiter und habe ein Problem.“ „Hallo Wissensarbeiter“, schallt es im Chor aus der Runde.
Halt. Soweit sind wir noch nicht. Also zurück an den Start. „Wissensarbeitszeit“ weiterlesen
Politik der kleinen Gefühle
Die neue Bundesregierung und mit ihr das Parlament haben jetzt die Chance, sich nach langen Jahren erstmals wieder auf Neuland zu wagen – auf das der Sachpolitik.
Ja, ich weiß: das klingt subversiv. Weil es die Frage aufwirft, welche Art von Politik denn stattdessen während der vergangenen Legislaturperioden betrieben wurde. Ich nenne es Gefühlspolitik, und zwar von allen Seiten. Wenn von ÖVP und FPÖ das Gefühl der Angst vor dem Fremden, und also den Fremden, als Handlungsgrundlage für fremdenfeindliche Politik benützt wurde; wenn von der SPÖ das Gefühl der Empörung über ebenjene Fremdenfeindlichkeit und die Angst vor dem eigenen Machtverlust als Handlungsgrundlage eigener Klientelpolitik benutzt wurde; wenn die Grünen die Angst vor dem ökologischen Kollaps und die Neos die Angst vor dem Untergang der Mittelklasse als politisches Programm installierten, hat die Sachpolitik verloren. „Politik der kleinen Gefühle“ weiterlesen
Arbeit neu denken
Unlängst sagte mir ein Mann, Angehöriger meiner Generation, er halte das Bedingungslose Grundeinkommen für eine linke Idee. Nicht, dass er dagegen sei. Aber, eben links. Was mich an dieser Aussage störte, war die Verknüpfung von links und aber.
Abgesehen davon, dass ich die politischen Zuordnungen in links und rechts für nicht mehr zeitgemäß halte, jedenfalls nicht, wenn es darum geht, sich individuell generalzupositionieren, halte ich den Gedanken, das BGE einer weltanschaulichen Richtung zuzuschreiben, für unbrauchbar, um mögliche Nutzen und Risiken gegeneinander abzuwägen.
Denn: It’s the economy, stupid! „Arbeit neu denken“ weiterlesen
Transatlantische Nebelgranaten
Viel ist dieser Tage über das Freihandelsabkommen mit Kanada, CETA, zu hören. Der österreichische Kanzler ist dagegen bzw. dafür, es zu unterschreiben. 27 Mitglieder der EU sagen letztendlich ja, Belgien sagt nein. Weil die Wallonen. Wollen nicht. Das Werkl steht, die kanadische Handelsministerin weint vor der Kamera. Es wäre so schön gewesen, wenn.
Feuerwehrmänner und Brandstifter
„Bei Suchtmitteldelikten werden neunundneunzig Prozent von Nichtösterreichern begangen.“
Wer das über die heimische Drogendelinquenz sagt, ist nicht irgendwer, sondern Wolfgang Sobotka. Und er sagt das nicht als Privatmann in trauter Runde an einem Niederösterreichischen Stammtisch, sondern als Innenminister, als Regierungsmitglied.
Die Zahl hat nur einen Schönheitsfehler. Sie stimmt nicht. „Feuerwehrmänner und Brandstifter“ weiterlesen
Unentschieden
„Na gut. Sagen wir unentschieden“ Monty Python, Die Ritter der Kokosnuss
Der Ausgang der Bundespräsidentenwahl könnte in Zahlen nicht undeutlicher sein. In der Sache lässt er an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Wir haben ein fundamentales Problem in Österreich. Ein Bildungsproblem. Und damit ein Chancen- und Verteilungsproblem. „Unentschieden“ weiterlesen

